Montenegro von der Küste bis ins Hochgebirge:

 

Aktivurlaub und Naturschutz

Kaum ein anderes Land Europas hat anspruchsvollen Naturfreunden und Outdoor-Enthusiasten eine so kontrastreiche Vielfalt auf so kleinem Raum zu bieten wie Montenegro. Die wilde Schönheit des Landes reicht von der teils noch unentdeckten Unterwasserwelt über lange Sandstrände, versteckte Buchten, schroffe Küsten und Superlative wie den südlichsten Fjord Europas, den größten See des Balkans, eine der längsten und tiefsten Schluchten und einen der letzten Urwälder Europas zu ausgedehnten Almen und stillen Bergseen bis ins Hochgebirge mit mehr als 150 Zweitausendern.

UNESCO Weltnaturerbe und fünf Nationalparks

 

Nicht nur wegen seiner unschätzbaren Naturschönheiten wurde Montenegro zum ökologischen Staat erklärt und wurden Schutz und Erhaltung des natürlichen Reichtums schon in der Verfassung von 1991 verankert. Ein Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Tourismus ist heute für die Umsetzung verantwortlich. Landesweite Kampagnen zur Sensibilisierung der Montenegriner für Umweltbelange spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die länderübergreifende Zusammenarbeit mit renommierten, internationalen Organisationen wie beispielsweise EURONATUR.

 

Das Land von der Größe Schleswig-Holsteins verfügt seit der Eröffnung des Prokletije Nationalparks im Jahr 2009 über fünf Nationalparks mit einer Gesamtfläche von rund 1.100 Quadratkilometern. Das Durmitor-Massiv steht seit 1952 unter Schutz und ist seit 1980 Weltnaturerbe, 2005 wurde der gesamte Nationalpark zum Welterbe erklärt. Das spektakulärste Naturphänomen des Durmitor ist die Tara-Schlucht, mit 78 Kilometern der längste und mit 1.300 Metern gleichzeitig auch der tiefste Canyon Europas.

 

Nautisches Revier der Extraklasse: Spektakulärer neuer Yachthafen

Die wilde Küste Montenegros zählt zu den schönsten nautischen Revieren der Adria. Highlight ist die fast 30 Kilometer lange Bucht von Kotor, auch sie seit 1979 UNESCO Weltkultur- und Weltnaturerbe. In dieser dramatischen Kulisse entsteht in der Nähe des mittelalterlichen Städtchens Tivat Porto Montenegro. Der spektakuläre Yachthafen, teileröffnet 2009, wird mit 600 Liegeplätzen – nicht wenige davon für Yachten über 30 Meter – nach und nach zur modernsten Marina des gesamten Mittelmeerraums und damit zu einer neuen Attraktion auf der nautischen Weltkarte.

 

6.000 Kilometer Wander- und Radwege zwischen Küste und Bergen 6.000 Kilometer umfasst Montenegros ausgedehntes Netz für Wanderer, Radfahrer und Mountainbiker. Das milde Mittelmeerklima mit durchschnittlich 240 Sonnentagen macht die Küstenregion vom Frühjahr bis in den Spätherbst ideal für den Aktivurlaub. Die 182 Kilometer lange Transversale durch das Küstengebirge mit atemberaubenden Aussichten auf das Meer und in die Bucht von Kotor ist, vor allem zur Zeit der Frühjahrsblüte und bis in den Winter hinein, ein Tipp für Genusswanderer. Festungen aus österreichisch-ungarischer Zeit, alte Karawanenpfade, stille Dörfer jenseits der heutigen Zivilisation sowie kleine orthodoxe Kapellen am Wegesrand verleihen dieser Route ihren ganz besonderen Reiz.

 

Im Sommer empfiehlt sich eine ein- bis zweiwöchige Wanderreise für die Entdeckung der Montenegrinischen Bergwandertransversale, eines 167 Kilometer langen Fernwanderweges, der rund 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Podgorica beginnt und im Durmitor Nationalpark endet.

 

Perfekte Routen für Mountainbiker und Trekkingradler

Das Terrain und das Wegenetz für Mountainbiker, Radwanderer und Trekkingradler in Montenegros Bergwelt sind einzigartig im gesamten Mittelmeerraum: Trotz der ungezähmten wilden Schönheit der Bergwelt sind die zum Teil bereits vorbildlich ausgeschilderten Trails, anders als in vielen anderen alpinen Bergregionen, durchgängig befahrbar.

 

Kajakfahren, Rafting, Floßfahren, Canyoning, Bungee-Springen…

Der tiefste Canyon Europas, die Schlucht der Tara, bietet beim Rafting, auf Kajaktouren oder bei Fahrten mit traditionellen Flößen spektakuläre Erlebnisse. Garantiert unvergesslich ist der Bungee-Sprung von der 152 Meter hohen Tara-Brücke. Andere Flüsse laden Mutige zum Canyoning ein. Kanu- und Kajakfans finden auch am Skadar-See und an der Küste attraktive Reviere. Der erste Natur-Abenteuerpark an der östlichen Adria im Lovcen Nationalpark bietet auf zwei Hektar gut gesicherte, luftige Hochseil-Attraktionen verschiedenster Schwierigkeitsgrade für Groß und Klein.

 

„Nichts ist weit weg in Montenegro“ – Atemberaubend sind Landschaften und Kulturschätze

Montenegro – das sind knapp 14.000 Quadratkilometer an der südöstlichen Adriaküste. Ein kleiner Staat, aber touristisch ein großer: voller wilder, authentischer Naturschönheiten zwischen Meer und Hochgebirge, mit verschiedenen Klimazonen, einer zum Welterbe zählenden Natur und wertvollen Kulturschätzen. Dabei hat das Land in Relation zu seiner Größe erstaunlich viele Superlative zu bieten.

 

Montenegro vereint die zivilisatorischen Gegensätze zwischen Orient und Okzident. Hier finden sich Spuren des Osmanischen Reichs, der Griechen und Römer ebenso wie der Venezianer und Habsburger. Es gibt kaum einen Ort, der nicht die wechselvolle und legendenreiche Geschichte widerspiegelt.

 

Seit Jahrhunderten ein Magnet: die Bucht von Kotor

Eine Natursensation ist der einzige Fjord des Mittelmeers: die von knapp 1.900 Meter hohen Bergen eingerahmte, 30 Kilometer lange Bucht von Kotor. Prägend für die kulturelle Identität des gewaltigen, geschützten Naturhafens waren die hier ansässigen, weltoffenen Seeleute, die langen Perioden im Zeichen des Löwen von Venedig und der Einfluss der Habsburger.

 

Klöster, Kirchen und Moscheen

Auch im Hinterland gibt es eine Fülle von Zeugen vergangener Epochen. Die Präsenz dreier Weltreligionen hat eine erstaunliche Vielfalt an Sakralbauten hinterlassen. Viele der Kirchen, Klöster und Moscheen sind architektonische Kleinode, die Besucher mit ihrer prunkvollen Ausstattung in Erstaunen versetzen.

 

So verwahrt beispielsweise das Kloster in Cetinje, der alten königlichen Hauptstadt, in seiner Schatzkammer wertvolle Reliquien sowie das erste auf dem Balkan gedruckte Buch aus dem Jahre 1494. Von der historischen Bedeutung der Stadt zeugen Königspaläste und die Botschafts-Residenzen der einstigen Großmächte Europas. Das größte montenegrinische Heiligtum, das hoch in einen Felsen gebaute Kloster Ostrog, ist Treffpunkt dreier Konfessionen: Sowohl orthodoxe und katholische als auch muslimische Gläubige sind überzeugt, dass die sterblichen Überreste des Heiligen Vasilije noch heute Wunder bewirken. Der älteste Sakralbau des Islam ist die beeindruckende Hussein-Pasha-Moschee aus dem 16. Jahrhundert in Pljevlja.

 

UNESCO Weltnaturerbe – fünf Nationalparks mit Superlativen

Ein weiterer unschätzbarer Reichtum Montenegros sind die unterschiedlichen Landschaftsformen auf kleinstem Raum. Das Land hat sich in seiner Verfassung zum ökologischen Staat erklärt; Schutz und Erhaltung des Naturschatzes haben höchste Priorität.

 

Fünf Nationalparks von ganz unterschiedlichem Charakter wurden bisher für Besucher zugänglich gemacht, weitere sind geplant. Der Nationalpark Durmitor ist Weltnaturerbe der UNESCO. 48 Zweitausender-Gipfel, 17 Gletscherseen und der längste und tiefste Canyon Europas sind hier zu finden. Die herausragende Attraktion des Biogradska Gora-Nationalparks ist der 1.600 Hektar große Urwald, einer der letzten in Europa. Der Nationalpark Skadar-See, mit dem größten See des Balkans, ist die Heimat von Europas ausgedehntestem Vogelschutzgebiet. Highlights des Nationalparks Lovcen sind das fantastische Bergpanorama und die zahlreichen kulturellen Zeugnisse der Vergangenheit. Der jüngste Nationalpark Prokletije umfasst die höchsten Gipfel der Balkanhalbinsel und ist eine der letzten noch nicht vollständig erforschten Gebirgsregionen des Landes.

 

Höchste Eisenbahnbrücke, spektakuläre Gebirgsbahnstrecke

Ein weiteres außergewöhnliches Naturerlebnis ist eine Fahrt auf der internationalen Bahnstrecke von der Küstenstadt Bar in den Norden – mit einem lokalen „Bummelzug“ bleibt auch Zeit für außergewöhnliche Schnappschüsse. Der spektakulärste Teil der überwiegend eingleisigen Strecke beginnt hinter Podgorica. Die Fahrt in die überwältigende Gebirgslandschaft führt durch zahlreiche Tunnel und über Brücken, darunter die mit 198 Metern höchste Eisenbahnbrücke Europas, den Mala-Rijeka-Viadukt. Die etwa zweieinhalb Stunden dauernde Fahrt von der Küste über den Skadar-See und weiter in die Berge ist nicht nur für Eisenbahn-Fans ein unvergessliches Highlight.

 

Montenegro Bed & Bike

Montenegro hat schon landschaftlich die besten Voraussetzungen, sich zur Rad- und Wanderdestination Nummer Eins im gesamten Mittelmeerraum zu entwickeln. Das Land zwischen Mittelmeer und Hochgebirge investiert dazu seit drei Jahren erheblich in den Auf- und Ausbau der Infrastruktur und erschließt behutsam seine herausragenden Naturschätze für naturverbundene Aktivurlauber. Diese Arbeit wird auch 2011 fortgesetzt.

 

Maßgeblich ist die offizielle Entwicklungsstrategie für Tourismus bis 2020, einschließlich der Bestimmungen für nachhaltige Raumordnungspolitik. Mittlerweile verfügt Montenegro mit 6.000 Kilometern über ein flächendeckendes Netz von nach und nach bestens ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen, das mit zahlreichen lokalen Akteuren und internationalen Partnerorganisationen wie der deutschen GIZ eingerichtet und gepflegt wird. Für das Wegenetz wurden nur ursprüngliche Hirtenpfade, traditionell ausgekundschaftete Wandersteige sowie historische Handels- und Wanderwege genutzt. Neben zahlreicher Wanderideen auf einen Blick stellt das Tourismusbüro Montenegro eine weitere Übersichtskarte mit fünf der attraktivsten Bike-Rundtouren bereit, die auch direkt von der Website geladen werden kann. Für 1.700 Kilometer Mountainbike-Trails gibt es außerdem das von Profis getestete Roadbook „Montenegro Wilderness Biking“ mit exakten Profilen und detailgenauen Beschreibungen für 17 spektakuläre Touren.

 

Zur Diversifizierungsstrategie gehört auch das im letzten Jahr eingeführte Gütesiegel „Montenegro Bed & Bike“, ein gutes Beispiel für die gelungene Integration lokaler Anbieter: Nachdem das Wegenetz für Radfahrer und Mountainbiker Form annahm, initiierten die Verantwortlichen ein auf die Bedürfnisse der Radfahrer spezialisiertes Servicenetz von Gastgebern. Mittlerweile erfüllen 20 Anbieter die vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) vorgegebenen Qualitätsstandards. Die Unterkünfte für Radurlauber sind strategisch günstig entlang aller „Top-Trails“ gelegen. Die meisten der privaten Gasthöfe, Pensionen und Hotels engagieren sich über die ADFC-Standards hinaus: Sie bieten ihren Gästen Zusatzleistungen wie kostenlose Trikot-Reinigung oder organisieren Gepäcktransport und Reservierung der nächsten Unterkunft.

Unter www.montenegro.travel.de finden sich alle Informationen über Reiseveranstalter und spezialisierte lokale Agenturen mit Buchungsmöglichkeiten für den Wander- oder Bike-Urlaub in Montenegro.

 

Mitten in Montenegros wilder Schönheit

Mit den bestens ausgestatteten Wohnmobil-Stellplätzen, derzeit nur im Nationalpark Biogradska Gora, später auch in den Nationalparks Durmitor, Skadar-See, Lovcen und Prokletije, etabliert sich Montenegro als neue Destination für anspruchsvolle und naturverbundene Urlauber, die diese unabhängige Art des komfortablen Reisens schätzen. Sie finden das, was man sich im Grünen wünscht: malerische Landschaften, geschützte Natur- und Kulturdenkmäler, Gletscherseen und beeindruckende Berggipfel. Sich mit der mobilen Wohnung inmitten der wilden Schönheit einrichten und sich bei Wanderungen, Rad- oder Mountainbike-Touren frei in der Natur bewegen zu können, ist ein Angebot montenegrinischer Art.